Das Wort Keramik leitet sich ab aus dem Griechischen Wort „keramos“ und steht für Ton. Es bezeichnet ganz allgemein so verschiedene Endprodukte wie Terracotta, Töpferware, Steingut und Porzellan, aber ebenso gut Feinkeramik, Tonerde und Silikon für die Hochtechnologie.
Keramik verdankt seine charakteristischen Eigenschaften sowohl der Grundmischung der Porzellanmasse wie auch dem Brennvorgang. Die Farbnuancen und andere äußerliche Unterschiede hängen maßgeblich von diesen beiden Faktoren ab.
Es werden zwei Hauptkategorien Keramik von einander abgegrenzt: solche mit offenporigen Oberflächen wie Terracotta und Steingut sowie solche mit nicht-porösen Oberflächen, hier hauptsächlich Porzellan.
Artikel aus Keramik sind normalerweise hart und widerstandsfähig. Sie behalten Ihre Härte auch bei sehr hohen Temperaturen. Sie sind wenig wärmeleitfähig und finden daher ihren Einsatz bei der Wärmeisolation und bei feuerfesten Anwendungen.
Von hoher Dichte und Härte geprägt, zeigt sich Porzellan absolut glattporig und weiß. Manche Steingutarten erreichen zwar ähnliche Härtegrade, aber größtenteils ist Steingut und Terracotta außerordentlich offenporig und daher nicht sehr kratz-und stoßfest.
Gebrannter Ton oder Terracotta
Glasierte Terracotta ist eine Mischung aus kalkhaltigem Ton und Lehm, welche bei 900°C-1200°C gebrannt wird. Hierbei entsteht offenporiges Material, welches hauptsächlich für dekorative Küchen-oder Gartentöpferware verwendet wird.
Tonwaren/Fayence
Der Begriff „Fayence” bezieht sich auf gebrannte offenporige Tonwaren. Fayence wird aus Pottasche (Kaliumkarbonat), Sand, Feldspat und Ton hergestellt. Es ist im Prinzip porös (10-15%), es sei denn die Oberfläche wird durch eine Glasur versiegelt. Steingut wird üblicherweise bei niedrigen Temperaturen zwischen 980°C und 1080°C gebrannt.
Es gibt verschiedene Unterarten von Fayencen:
- Kalkhaltige Tonwaren für dekorative Zwecke;
- Feldspathaltige Tonwaren für Tafelgeschirr;
- “Feines Tonsteingut” aus feiner weißer Tonerde, welches mit einer transparenten Glasur überzogen wird;
- Fayencen, die bei hohen Temperaturen gebrannt werden: das Dekor und die Glasur werden hierbei gleichzeitig gebrannt-ein sehr aufwendiges Verfahren;
- Fayencen, die bei niederen Temperaturen gebrannt werden: das Dekor wird auf die Glasur aufgemalt.
Steingut
Steingut besteht aus einer tonartigen Grundmischung, welche Kieselerde enthält. Sobald diese bei 1250°C-1310°C gebrannt wird, verglast sich der Ton und verschiedene Nuancen können erzielt werden: grau, elfenbeinfarben, braun und beige. Das Steingut bleibt undurchsichtig, aber die intensive Hitzeeinwirkung verleiht ihm eine hohe Dichte, welche es undurchdringlich macht. Meistens wird Steingut für dekorative Töpferwaren hergestellt.
Porzellan
Porzellan ist eine Hartkeramik. Es besteht aus einer Mischung von Kaolin (50%), Tonerde, Feldspat (25%) und Quarzsand (25%). Diese wird in einem ersten Brand bei 950°C gebrannt und in einem zweiten Brennvorgang bei 1300°C-1400°C.
Dem Kaolin verdankt es seine rein weiße Färbung nach dem Brennen bei Luftabschluss. Bei 1400°C verglast das Porzellan.
Porzellan ist glattporig (0% Porosität), durchscheinend bei geringer Dicke und sehr widerstandsfähig gegen Hitzeeinflüsse und mechanische Beanspruchung. Die hohe Stoßfestigkeit und Hitzebeständigkeit wird durch den Brennvorgang bei sehr hohen Temperaturen (1400°C) erzielt.
Dies gewährleistet eine höhere Lebensmittelsicherheit, da das Risiko des Ausbrechens minimiert wird. Porzellan lässt sich leicht reinigen und ist sowohl ofenfest wie tiefkühlsicher.
Das Produkt kann problemlos von der Tiefkühltruhe in den Ofen wandern, ohne dabei Schaden zu nehmen.